Montag, 16. August 2010

The Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef ist eines der bedeutensten und bekanntesten Ökosysteme der Welt und erstreckt sich vom nördlichen Ende der Cape York Halbinsel, ja nahezu von Papua Neuguinea, bis tief in den Süden Australiens – über 2500km! In einem Abstand von 20 - 40 km vor der Küstelinie sind tausende kleinere Riffs, Inseln und Lagunen verstreut und bieten ein traumhaftes Revier zum Schnorcheln, Tauchen und Entspannen. Auch ich habe an einer dieser zwar teuren, aber sehr tollen Bootstouren teilgenommen. Neben 2 tollen Schnorchel-Spots im kristallklaren Wasser und jeder Menge leckerem Essen an Bord unseres Kahnes, war das Highlight des Tages eindeutig mein Tauchgang am Agincourt Reef. Stattgefunden hat dieser an der Außenseite des Riffs, wo das wenige Meter unter der Wasseroberfläche liegende Korallen-Plateau plötzlich mehrere hundert Meter abstürzt und in die Ozeanische Platte übergeht. Hier soll es die schönsten und buntesten Korallen geben, da mit jeder Flut neues Frischwasser abgschwemmt wird und Nahrung im Überfluss bereitstellt. Eigentlich sind es nicht die Korallen ansich, die diese tollen Farben erzeugen, sondern viele kleine Mikroorganismen (Korallen-Polypen), die in den Oberflächen der kalkigen Korallen wohnen. Korallen bilden sich ja aus Kalkabsonderungen und abgestorbenen Organismen. Sie leben also in den Resten ihrer toten Vorfahren. Im Vergleich zum Ningaloo-Riff im Cape Range Nationalpark bei Exmouth (Western Australia) waren die Farben noch fröhlicher und die Korallen noch beeindruckender. Überall im glasklaren Wasser konnte man vom Boot aus die Korallenfelder sehen, die teilweise nur einen Meter unter der Wasseroberfläche lagen. Ich hatte die Möglichkeit einen Tauchgang zu machen und dabei jede Menge kleinere und größere bunte Fische zu beobachten. Besonders der viel vertretene Papageifisch mit seinem kräftigen Schnabel hat mir gefallen. Er kann damit alle möglichen Korallen anknabbern und hat somit ein unendliches Nahrungsangebot. Seine bunten Schuppen machen ihn unverwechselbar. Beim Tauchen konnte ich jedoch nicht ganz so tief tauchen, da mein Unterwassergehäuse der Kamera nur bis 10m wasserdicht sein soll. Außerdem konnte ich bei 17m Tiefe die Kamera nicht mehr bedienen, da sie vom umgebenden Druck (immerhin 18 bar!) beinahe zermatscht wurde. Ich hielt mich also mehr bei 12 m Tauchtiefe auf. Außerdem sind dort die Farben der Korallen noch intensiver als weiter unten. Das tierische Highlight des Trips waren einerseits die vielen Wale, die ich noch nie so nahe und aktiv erlebt habe und andererseits -meine Mutti möge es bitte überlesen - der Riffhai beim Schnorcheln. Er war plötzlich da und hat mich angeschaut – und genauso plötzlich war er wieder weg! Das ist ein sehr komisches Gefühl! Er ist zwar weg, man weiß aber ganz sicher, dass er irgendwo in der Nähe ist! Wuhaha! Da ich zu diesem Zeitpunkt völlig allein im Wasser war, war das Gefühl noch etwas verstärkter präsent. Nun sind wir in Cairns, einer tollen kleinen Stadt mit extrem vielen Riffurlaubern, und ich überlege, ob ich noch einmal hinausfahren sollte! Lohnen würde es sich auf alle Fälle...ich hoffe die Bilder können das auch so wiedergeben! Liebste Grüße in diesem Sinne nach Deutschland! Katja und Chris!

3 Kommentare:

  1. Hallo, ihr Weltenbummler.
    Habt weiter eine fantastische Zeit mit tollen Erlebnissen!!!
    Liebe Grüße aus Mobendorf von Rico und Claudi mit Nick

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  2. Hallo ihr zwei Lieben,
    nun seid ihr gestern also doch losgefahren - wir haben euch vermißt beim Abendessen!

    Noch eine schöne Reise und viel Glück beim Autoverkauf wünschen euch Beate und Mike

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  3. das mit dem Hai klingt lustig... beim nächsten Mal nimm doch lieber dein Mac Gyver Messer mit... und lass mir ein Stück übrig!! Ich liiieeebe Hai!

    WAU WAU
    Uve

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