Halli Hallo und herzlich willkommen! In diesem Blog werden wir, Katja und Chris, versuchen ab und zu einen kleinen Reisebericht zu veröffentlichen, sodass die liebe Welt erfährt, was wir in ihr selbst für tolle Erfahrungen machen durften! Viel Spass beim Lesen und Träumen! Katja und Chris.
Sonntag, 1. August 2010
The Top End
Boar is das heiss hier!
Hallo ihr Lieben – wir sind mittlerweile im 5. australischem Bundesstaat gelandet, dem Northern Territory, und zwar am nördlichsten Zipfel. Die Fahrt von Western Australia ins Top End war lang und öde – bis wir eine Kolonie von schwaren Kakadus erspähten. Just in dem Moment, als wir an ihnen vorbeifuhren, legten sie eine Pause ein und ab und zu präsentierten sie uns auch ihren orange-rot gefärbten Schwanz. Lieber Dietmar, wir würden dir gern einen mitbringen, aber dazu müssen wir wohl noch ein bisschen an unserer Anschleichtaktik üben.
Eigentlich waren wir ja froh dem jetzt kalten, australischen Süden entflohen zu sein, doch irgendwie hat sich unsere Einstellung dazu geändert und wir vermissen die „Kälte“ ein bisschen. Hier ganz im Norden ist es nämlich nicht nur tropisch heiß (ca. 40°C), nein, hier gibt es auch unendlich viele Mücken, die dauernd über uns herfallen, sodass wir beide, trotz Mückenspray, mittlerweile wie Streuselkuchen aussehen (und dabei würde ich doch viel lieber welchen essen ;-).
Naja, so verschafften wir uns die nötige Abkühlung eben im Litchfield Nationalpark, einem wunderschönen Naturreservat mit herrlichen (und krokodilfreien) Wasserfällen, die geradezu zum Baden einladen. Und so haben wir Chris Geburtstag planschend in den Naturpools verbracht. Die Wasserfälle sind hier so zahlreich, da in der Regenzeit die umliegenden Sandsteinfelsen das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen und es in der Trockenzeit langsam wieder abgeben. Neben den 3 großen Fällen, den Florence, Wangi und Tolmer Falls, gibt es hier noch viele weitere kleine tosende Ströme, die für unzählig viel Getiers ein zu Hause bieten. Z.B. haben wir auf unseren Erkundungstouren mehrere Schlangen und auch ein paar größere Echsen im Gebüsch bzw. in Wassernähe entdeckt. Eine Echse war so zutraulich, dass sie sich zwischen uns auf dem Fels mitgesonnt hat. Außerdem gibt es hier einige der größten Termitenbauten der Welt, die mehrere Meter aus dem Boden schießen (von den cathedral termites). Übrigens wiegen alle Termiten zusammen auf der Welt mehr als alle Menschen und insgesamt sind 80-90% der Bäume hier in Australien von Termiten befallen. Das Highlight unseres Litchfield-Aufenthaltes war jedoch die Übernachtung mitten in der „Wildnis“. Eigentlich wollten wir nur ein Stückchen wandern gehen, dann haben wir aber gesehen, dass sich entlang des Tracks verschiedene Campspots befanden und so packten wir unsere 7 Sachen und machten uns auf zum Bush Camping. Wir konnten direkt von unserem Zeltplatz ins Wasser springen und hatten für abends eine kleine Feuerstelle. Die Nacht war ganz schön abenteuerlich, überall hat es um uns herum in den Büschen geraschelt und geknistert, aber zum Glück war dieser kleine Wasserfall in der Nähe, der einige der Geräusche übertönte.
Am nächsten Tag ging es zurück in die Zivilisation - in die Hauptstadt der Region, nach Darwin. Wir beide waren von Anfang an von dem Charme der Stadt begeistert, hier kann man die australische Gelassenheit spüren, gemixt mit tropischem Flair. Überall sind Palmen gepflanzt und rundherum Strand und Meer. Außerdem findet jeden Sonntag ein Nachtmarkt statt, nach asiatischem Vorbild, mit vielen kleinen Ständen, Fressereien, Straßenkünstlern und Live-Musik - und das Ganze direkt am Strand. Am meisten waren wir von einer Band begeistert, die mit dem traditionellen Didgeridoo und einem Schlagzeug Drum n Base-Musik spielten, welche sogar bei der älteren australischen Generation Anklang fand. Falls ihr einmal nach Darwin kommen solltet, besucht unbedingt das Museum and Art Gallery of the Northern Territory und den Botanischen Garten. Ich wusste gar nicht, dass es soooo viele Palmenarten gibt, wie Sandpalmen, Schraubenpalmen, Fächerpalmen, Königspalmen, Dattelpalmen, Pandanuspalmen, Kokosnusspalmen, carpentaria palms, livistonian palms und red cabbage palms – für die letzteren weiß ich leider keine deutsche Übersetzung. Außerdem haben wir gelernt, dass sich Darwin erst im 2. Weltkrieg durch die Errichtung von Armeestützpunkten (aus Angst vor weiteren japanischen Angriffen) zur Großstadt entwickelte und im Jahr 1974 fast komplett durch den Wirbelsturm (cyclone) Tracey zerstört wurde. Die Australier haben daraus gelernt und ihre Stelzenbauten nun durch Steinbauten ersetzt.
The Government House
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Hallo lieber Christian,
AntwortenLöschenich sitze gerade mit meinem Mann am PC und wir haben Deine Berichte mal kurz angesehen - ist ja voll Spitze, was ihr so erlebt - wir sind begeistert. Da möchte man ja am liebsten auch gleich ein paar Wochen sein, um sich die Land-
schaften und die Leute anzusehen. Übrigens vielen Dank für die Rückmail mit den schönen Bildern. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Bleibt schön gesund und habt weiterhin so tolle Erlebnisse. Wir werden bestimmt mal wieder reinschauen, wie es euch so ergeht.
Viele Grüße aus Jena von
Viola und Jürgen Engelhardt
Liebe Katja, lieber Chris,
AntwortenLöschenwir haben eure Reise in letzter Zeit mit Spannung verfolgt. Manchmal wussten wir nicht, ob wir euch beneiden oder bedauern sollen. Aber ihr habt ja wirklich tolle Erlebnisse. Bleibt schön gesund und weiterhin viel Glück.
Monika und Jürgen aus Frankenberg.