Die zwei Tage in Perth verbrachten wir fast ausschliesslich mit organisatorischen Dingen oder mit Einkaufen. Katja bekam ihre Outdoorsachen zurück, ich ein bisschen Kamerazubehör und im Jobshop – einer Arbeitsagentur – sind wir nun auch angemeldet. Auch hatten wir uns entschlossen das erste Mal auf unserer Autoreise einen Campingplatz anzufahren. Bisher hatten wir immer wild oder auf „freecamping sites“ übernachtet und somit in 2,5 Monaten zu zweit erst 8 Dollar ausgegeben! Einen kleinen Sightseeing-Stadtrundgang haben wir natürlich auch gemacht. Einen der besten Blicke auf die Skyline bot sich uns vom südlichen Ufer des Swan River, der wegen seiner wilden schwarzen Schwäne so benannt wurde. In Australien gibt es übrigens nur schwarze Schwäne. Auch vom Kings Park, dem Naherholungsgebiet der Perther bot sich eine gute Aussicht auf die tolle Skyline. Das Wetter ist übrigens wieder bombig, die Sonne scheint den ganzen Tag bei milden 20 Grad. Da zog es uns schnell wieder an den Strand, so dass wir uns weiter gen Norden aufmachten.
Im 200 km entfernten Lancelin versuchten wir erneut unser Glück im Sandboarden, diesmal waren wir jedoch mit ordentlichen Material ausgerüstet. Das war vielleicht lustig. Man muss zwar nach jeder Abfahrt das Brett neu waxen, dafür kann man aber auch im Sand ganz schön schnell werden. Wenn nur nicht der Sand danach in jeder Körperritze hängen wuerde. :-)
Nach dem Herumtoben im tiefen Sand stand wieder der Besuch eines Nationalparks auf dem Programm. Der Nambung Nationalpark ist bekannt für seine Kalksteinsäulen, den sogenannten Pinnacles, die hier zu Tausenden herumstehen. Diese bis zu 5m hohen Gebilde stehen eng an eng nebeneinander und geben vor allem zum Sonnenuntergang ein fantastisches Fotomotiv ab. Ein bisschen komisch geguckt haben wir, als wir das Schild „Pinnacles Drive“ gelesen haben, denn man kann hier tatsächlich nach amerikanischem Vorbild mit dem Auto hindurchfahren und braucht noch nicht einmal aussteigen. Das ist quasi ein Sightseeing-Drive-Through. Zum Glück gabs auch noch eine Wanderstrecke für die nicht ganz so fußfaulen Menschen.
So, wir fahren dann mal wieder ein bisschen weiter in die wärmeren Gefilde weiter im Norden, wo wir es auch im Schatten am Strand aushalten können. Bisher war es für längere Strandaufenthalte nämlich noch ein bisschen zu kalt. Vor allem das Wasser war recht frisch bis jetzt, sodass ich meine Schwimm- und Plantschleidenschaft noch nicht wirklich ausleben konnte. Lasst es euch gut gehen und bis bald!

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