Nach unserem Besuch bei den Pinnacles stand ein im wahrsten Sinne des Wortes echt hoheitliches Erlebnis auf unserem Plan. Wir haben einer Prinzessin und einem richtigen Prinzen die Hand geschüttelt. Auf einem staubigen Feldweg, 20km von der nächsten größeren, asphaltierten Strasse entfernt, überfuhren wir die internationale Grenze und reisten in die "Hutt River Province" ein. Diese Province stellt mehr oder weniger einen Staat im Staat dar und umfasst insgesamt 75 km2 Ackerfläche und einen Bauernhof. Was schreibe ich, ich meinte matürlich das Schloß!
Aufgrund eines Landstreites zwischen der australischen Regierung und dem Farmer Leonard George Casley hat dieser am 21.4.1970 die Unabhängigkeit seines Grundbesitzes erklärt und es somit vor der Enteignung geschützt. Wenig später ernannte er sich selbst zum Prinzen und war von da an Oberhaupt über das neugegründete Reich. Das Staats- und Verwaltungssystem baute er immer weiter aus, sodass die Province heutzutage über eine eigene Verfassung (nach dem Vorbild Liechtensteins), ein eigenes Parlament, weltweit ca. 13.000 Bürger und sogar über eine eigene Währung und Briefmarken verfügt. Letzteres wird jedoch eher aus Show- und Marketinggag genutzt. Weiterhin führt König Leonard diplomatische Beziehungen zu ungefähr 25 Staaten. In Deutschland ist sogar ein Sonderbotschafter für ihn tätig und zum 40. Jahrestag bekam er von einem befreundeten Scheich einen Rollce Royce geschenkt. Nur offiziell anerkannt ist der kleine Staat noch nicht wirklich, obwohl der 84-jährige Prinz die Aberkennung seiner australischen Staatsbürgerschaft als ersten Schritt in die richtige Richtung sieht. Nur allzu gern setzte er seinen Ein- bzw. Ausreisestempel in unseren Pässen direkt neben den australischen Stempel. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Aufgrund eines Landstreites zwischen der australischen Regierung und dem Farmer Leonard George Casley hat dieser am 21.4.1970 die Unabhängigkeit seines Grundbesitzes erklärt und es somit vor der Enteignung geschützt. Wenig später ernannte er sich selbst zum Prinzen und war von da an Oberhaupt über das neugegründete Reich. Das Staats- und Verwaltungssystem baute er immer weiter aus, sodass die Province heutzutage über eine eigene Verfassung (nach dem Vorbild Liechtensteins), ein eigenes Parlament, weltweit ca. 13.000 Bürger und sogar über eine eigene Währung und Briefmarken verfügt. Letzteres wird jedoch eher aus Show- und Marketinggag genutzt. Weiterhin führt König Leonard diplomatische Beziehungen zu ungefähr 25 Staaten. In Deutschland ist sogar ein Sonderbotschafter für ihn tätig und zum 40. Jahrestag bekam er von einem befreundeten Scheich einen Rollce Royce geschenkt. Nur offiziell anerkannt ist der kleine Staat noch nicht wirklich, obwohl der 84-jährige Prinz die Aberkennung seiner australischen Staatsbürgerschaft als ersten Schritt in die richtige Richtung sieht. Nur allzu gern setzte er seinen Ein- bzw. Ausreisestempel in unseren Pässen direkt neben den australischen Stempel. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Danach gings wieder zurück in die Natur. Der Kalbarri Nationalpark umfasst eine ausgesprochen schöne Küstenlinie sowie eine große Schlucht, die der Murchison River in die umliegenden Sandsteinfelsen geschnitten hat. Alles erglänzt in tollen Gelb- und Rottönen, nur leider war der manchmal riesige Fluss so gut wie ausgetrocknet. Trotzdem hatten wir bei unserer Wanderung fantastische Ausblicke auf die Landschaft und desöfteren eine unverhoffte Begegnung mit verschiedenen Tieren. Vor Allem das „Nature´s Window“ gab bei strahlendem Sonnenschein ein tolles Fotomotiv ab und Chris hat mit einer netten Irin um die Wette geknipst.
Leider hielt das schöne Wetter nicht allzu lange durch, denn auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel, der Shark Bay, regnete es in Strömen, sodass mehrere Geländestrecken in den hießigen Nationalpark gesperrt werden mussten. Aber das Weltnaturerbe hat selbst bei diesem bescheidene Wetter seinen Reiz nicht verloren und wir verbrachten dort eine tolle Zeit. Neben einer phänomenalen Übernachtungsstelle auf einer großen Klippe mit Blick auf das flache, blaue Meer müssen wir vor allem den Shell Beach, ein Strand der über und über mit Abermillionen kleiner Muscheln (cockle shells) bedeckt ist, und die Stromatolites hervorheben. Diese Kalksteingebilde im Wasser sehen auf den ersten Blick zwar wie gewöhnliche unscheinbare Schlammhaufen aus, werden aber auf ein Alter von 3500 Mio. Jahren geschätzt! Bei ihrer Entstehung durch den Abbau von Bakterien wurde Sauerstoff freigesetzt, weswegen sie als Voraussetzung für die Entwicklung von Landlebewesen gehandelt werden. Für die Anerkennung als Weltkulturerbe ist jedoch eine andere Spezies verantwortlich – das Seegras. Es lockt unglaublich viele kleine Fische und Plankton an, die wiederum die größeren Meeresbewohner wie Rochen, Schildkröten, Seeschlangen, Seekühe, Delfine und Haie anziehen. Insgesamt hat sich also ein sehr stabiles Ökossystem gebildet, das für jedes Lebewesen Nahrung ohne Ende bereitstellt. Da wir in der Shark Bay unbedingt auch einen Hai sehen wollten – jedoch nicht ohne den nötigen Sicherheitsabstand abzulegen - haben wir das örtliche Ozeanium besucht. Hier haben Biologen eine riesiges Salzwasserbecken direkt am Strand aufgebaut, um das Verhalten von Haien und anderen Meerestieren zu beobachten. Neben Lemon Sharks, Riff- und Tigerhaie, bekamen wir auch Tintenfische und Schildkröten ganz nah zu Gesicht und haben sogar eine Fütterung miterlebt (mit einem Fischkopf an der Leine). Ich war froh auf dem sicheren Steg zu stehen und kann sehr gut nachvollziehen, dass man Panik bekommt, wenn man diese Kreaturen live und ohne doppelten Boden erlebt.
Ganz anders sieht es bei Delfinen aus! Auch sie sind Raubtiere, aber ihr niedliches Äußeres lässt sie extrem harmlos erscheinen. Wir hatten das Glück zwei komplette Tage ein Rundum-Delfin-Programm geliefert zu bekommen. In dem kleinen Naturreservat Monkey Mia dürfen die Flipper-Weibchen bis zu 3 Mal am Tag gefüttert werden. Ab morgens halb 8 finden sie sich dann am Strand ein, die Jungtiere tollen herum und die Mütter werfen sich in die tollsten Fotoposen, während sie geduldig auf ihren Snack warten. Insgesamt bekommt jeder Delfin 1,5 kg frischen Fisch bei einer Tagesration von ca. 12 kg zu fressen. Die bis zu 120 kg schweren "Bottlenose Dolphins" haben uns beiden jeweils 2 Mal aus der Hand gefressen und wir konnten ihnen unglaublich nahe kommen. Als wir nachmittags Beachvolleyball gespielt haben, tauchten die Delfine noch mehrmals zum selbst Fischefangen in Strandnähe auf, sodass wir insgesamt mehrere hundert fantastische Fotos schießen konnte. Chris hat sogar das jegen eines kleinen Fisches hautnah miterlebt, als der Delfin das Kleintier bis zum Strand scheuchte und dann dort zuschlug. Zur Zeit befinden wir uns wieder auf dem Highway Nr. 1, wobei wir ca. aller 500m ein Tier am Straßenrand sehen! Ziegen, Schafe, Kühe, Kängurus und öfters auch mal ein totes Exemplar davon. Wir hoffen euch beim nächsten Mal tolle Bilder vom Ningaloo Reef (ein fantastisches Riff zum Schnorcheln und Tauchen) zeigen zu können. Bis demnächst und berichtet uns auch mal von euren Erlebnissen zu Hause. Chris und Katja.
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